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ORF: Ab sofort volle Transparenz auf der Speisekarte in ORF-Kantine

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v.l.n.r. Hirsch-Stronstorff, Moosbrugger, Wrabetz - Fotocredit: ORF, Abdruck honorarfrei

„Gut zu wissen“-Kennzeichnung zeigt auf, woher Fleisch und Eier stammen


Ab sofort haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ORF-Zentrum volle Transparenz auf der Speisekarte ihrer Kantine, freuen sich ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, LK-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger und Eurest-Managing Director Georg Hirsch-Stronstorff. Kantinenbetreiber „Eurest“ kennzeichnet ab sofort in der ORF-Kantine die Herkunft der wichtigen Zutaten Fleisch und Eier auf der Speisekarte nach dem System „Gut zu wissen“. Dieses hat die LK Österreich im Jahr 2016 ins Leben gerufen, mittlerweile nehmen mehr als 70 Betriebe aus unterschiedlichsten Bereichen, wie das Catering in den Speisewägen der ÖBB oder Kantinen in Schulen, Bundesministerien, Seniorenheimen oder Spitälern daran teil. Derzeit wird bei jährlich mehr als acht Millionen Essensportionen die Herkunft der Ei- und Fleischspeisen transparent gekennzeichnet. Diese Betriebe werden jährlich nach AMA-Richtlinien von unabhängigen Kontrollstellen kontrolliert und zertifiziert.

Wrabetz: ORF als Plattform für Nachhaltigkeit
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmenskultur des ORF verankert und wir bilden dieses Thema im Programm auf allen unseren Kanälen ab – zum Beispiel im Rahmen unserer MUTTER ERDE-Schwerpunkte. Als Plattform für die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden wir unserem Auftrag seit bald 15 Jahren gerecht. Wir leben das Bewusstsein für österreichische Herkunft von Nahrung aber auch aktiv. Deshalb beteiligt sich der Kantinenbetreiber im ORF-Zentrum Eurest auch gerne an der LK-Initiative ‚Gut zu wissen‘. Damit kennzeichnen wir klimaschonendes Essen aus der Heimat.“

Moosbrugger: Kennzeichnung ermöglicht Wahlfreiheit
„Die Corona-Zeit hat uns die hohe Bedeutung regionaler Herkunft bei Lebensmitteln gezeigt. Gelebte Regionalität beim Einkauf sichert Wertschöpfung und Zukunft unserer Höfe und schafft Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich. Gerade deshalb brauchen wir bei Verarbeitungsprodukten im Supermarkt und auch in der Gemeinschaftsverpflegung – täglich essen nämlich 2,5 Millionen Menschen außer Haus – eine klare Herkunftskennzeichnung, weil erst Transparenz die Wahlfreiheit ermöglicht. Von der Landwirtschaft fordert man täglich volle Transparenz, auch guter Journalismus lebt von Transparenz und heute freuen wir uns darüber, dass ‚Gut zu wissen‘ auch in der ORF-Kantine für Transparenz auf der Speisekarte sorgt. Der ORF ist damit ein Vorbild für viele andere“, stellte LK-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger fest.

Hirsch-Stronstorff: Kundeninnen und Kunden wollen Herkunft wissen
Georg Hirsch-Stronstorff, Managing Director Eurest: „Frische, Geschmack und Achtsamkeit sind die wesentlichen Elemente unserer Unternehmensstrategie. Schon seit Jahren beträgt der Anteil österreichischer Produkte, die täglich in unseren Betriebsrestaurants verarbeitet werden, weit über 80 Prozent. Deshalb freuen wir uns, dass wir den ORF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern nun Zutaten besser ausschildern können. Wo Konsumentinnen und Konsumenten nicht selbst einkaufen und entscheiden können, sollten sie zumindest das Recht haben, zu erfahren, was wir für sie ausgewählt haben.“

Herkunftskennzeichnung geht ganz einfach!

Quelle: ORF 2, Studio 2, 25.6.2020

Gut Zu Wissen

Kulinario zeigt wie gut und einfach transparente Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung funktioniert und von ihren Gästen geschätzt wird.

Sehen Sie die Umsetzung im Video!

GUT ZU WISSEN FÜR ZUHAUSE

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Die Wissensplattform für Esserwisser groß und klein

www.esserwissen.at

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Regionale Rezepte

 

Regionale Rezepte. Bleib daheim Küche: Rezepte auch auf Facebook von „Regionale Rezepte“ täglich einen besonderen Rezepttipp unserer Seminarbäuerinnen

www.regionale-rezepte.at

Regionale-Rezepte auf Facebook

     

Gutes vom Bauernhof

 

Gutes vom Bauernhof: Für das Finden nachhaltiger Produkte auf einem Blick genügt ein Klick. Die praktische App „Schmankerlnavi“ macht sich für Sie auf die Suche nach regionalen Produzenten direkt im eigenen nahegelegenen Umfeld:

www.gutesvombauernhof.at

     

LK Bäuerinnen Österreich

 

Unsere Bäuerinnen: #ichbinregional: Rezepte, Tipps und Bastelanleitungen der Salzburger Bäuerinnen jeden Tag auf der Bäuerinnenhomepage

www.baeuerinnen.at

     

Verlass di drauf!

 

Verlass di drauf! bietet einen Blick hinter die Kulissen, Arbeit und hochwertigen Produkte unserer Bäuerinnen und Bauern aus den Regionen Niederösterreichs.

www.verlassdidrauf.at

     

Netzwerk Kulinarik

 

Frisch zu mir! UNSERE BAUERN UND WIRTE LIEFERN: Bestellen Sie rund um die Uhr regionale Lebensmittel und Speisen bei Österreichs bäuerlichen Produzenten und Wirten. Sie liefern direkt zu Ihnen nach Hause.

www.frischzumir.at

     

Verlass di drauf!

 

Gut zu wissen für Betriebe: Wer nicht gleich in einen Online-Shop investieren möchte, ist mit einem Online-Bestellformular gut beraten. Dieses kann zum Beispiel mit www.bestellung.co.at in kürzester Zeit selbst gestaltet werden.

     

Wo kommt’s her?

 

Ziel von „Wo kommt´s her?" ist es, vor allem jungen Stadtbewohnern einen direkten, persönlichen und authentischen Einblick in die österreichische Landwirtschaft zu bieten. Neben Videos werden auch Umfragen zu regionalen Lebensmitteln an die Zielgruppe gerichtet, um den Wissensstand der User abzufragen und den Content entsprechend deren Erwartungen und Anliegen auszurichten.

www.facebook.com/wokommtsher

www.instagram.com/wokommtsher.at

Jahresbericht 2019/20

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"Wir sorgen für Ernährungssicherheit"

"Dieser Jahresbericht verdient aus drei Gründen besondere Beachtung: Erstens hat der Titel dieser Publikation 'Wir sorgen für Ernährungssicherheit' in Zeiten der Corona-Krise eine noch größere Bedeutung bekommen. Als wir vor sechs Monaten dieses Schwerpunktthema für das Arbeitsjahr 2020 beschlossen hatten, dachte noch niemand daran, dass dieses Thema einmal eine derart elementare Rolle in der öffentlichen Diskussion spielen könnte. Heute wissen wir, dass jederzeit volle Regale im Supermarkt keine Selbstverständlichkeit sind.

Zweitens hat das vergangene Jahr gezeigt, dass der fortschreitende Klimawandel und der dadurch bedingte stark zunehmende Schädlingsdruck zu starken Ernteschwankungen in der Landwirtschaft führen. Drittens ist klar, dass die Landwirtschaft ihrer wichtigen Rolle in der Ernährungssicherung nur mit geeigneten Rahmenbedingungen langfristig gerecht werden kann“, erläutert LKÖ-Generalsekretär Ferdinand Lembacher.

Der LKÖ Jahresbericht 2019/20 ist ab sofort unter www.lko.at/jahresbericht verfügbar und kann dort als pdf-Dokument heruntergeladen oder als Blätterexemplar gelesen werden.

Wo kommt’s her?

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Mit digitaler Kommunikation Vertrauen gewinnen.

„Wo kommt´s her?“ bietet einen modernen Rahmen für Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Österreich, um aktiv und selbstbestimmt zu kommunizieren.

Mithilfe einer innovativen Video-App eines Wiener Start-ups können Bäuerinnen und Bauern persönliche Videos ganz einfach selbst erstellen und versenden. Diese sind in ein einheitliches Format gegossen, haben eine entsprechend gleichbleibende hohe Qualität und werden auf der Facebook-Seite „Wo kommt´s her?“ und dem zugehörigen Instagram-Kanal veröffentlicht.

Ziel von „Wo kommt´s her?" ist es, vor allem jungen Stadtbewohnern einen direkten, persönlichen und authentischen Einblick in die österreichische Landwirtschaft zu bieten. Neben Videos werden auch Umfragen zu regionalen Lebensmitteln an die Zielgruppe gerichtet, um den Wissensstand der User abzufragen und den Content entsprechend deren Erwartungen und Anliegen auszurichten. Es wurden bereits mehr als 550.000 urbane Digital Natives, also Jugendliche zwischen 18 und 35 Jahren, mit „Wo kommt´s her?“ erreicht.

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Großküchen punkten mit heimischen Lebensmitteln und voller Transparenz

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Die Herkunftskennzeichnung „Gut zu Wissen“ wird extern kontrolliert und zertifiziert. Im Bild v.l.n.r.: Präsident Franz Titschenbacher, Geschäftsführer Gerd Hartinger, Geschäftsführer Hermann Pucher, Contento-Chef Emanuel Eisl und Vizepräsidentin Maria Pein mit den Zertifikaten. Bilder honorarfrei/ Credit ©LK-Danner

Täglich 3.100 Essen: Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz, Klinikum Theresienhof und Lebenswelten der Barmherzigen Brüder/Kainbach setzen auf regionale Lebensmittel und kennzeichnen die heimische Herkunft. Großküchen dürfen „Gut zu wissen“-Herkunftszeichen tragen. Externe Kontrollen.

Vielversprechendes Signal für Bäuerinnen und Bauern
Die Großküchen der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz, des Klinikums Theresienhof/Fohnsdorf und der Lebenswelten der Barmherzigen Brüder Kainbach setzen nach einer erfolgreichen Testphase ab sofort auf heimisches Fleisch und heimische Eiprodukte sowie bei Obst und Gemüse auf regionale Produzenten. „Dieser Durchbruch beim Großküchen-Essen ist ein vielversprechendes Signal für Bäuerinnen und Bauern und beispielgebend für alle öffentlichen und privaten Großküchenbetreiber“, unterstreicht Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. Die Herkunft von Fleisch- und Ei-Speisen ist auf den Speiseplänen transparent mit dem Herkunftszeichen „Gut zu wissen“ gekennzeichnet und wird extern von staatlich akkreditierten Prüfstellen kontrolliert. Der österreichische Großküchen-Betreiber und Gastronomie-Dienstleister Contento weitet damit seine „Gut zu wissen“-Initiative von Kärnten in die Steiermark aus und kennzeichnet freiwillig die Herkunft der Speisen mit Fleisch und Eiern. Gleichzeitig plant Contento einen weiteren Ausbau dieser Initiative. Titschenbacher verweist auch auf das Regierungsprogramm und verlangt: „Die versprochene, verpflichtende Kennzeichnung von Großküchenessen mit Fleisch, Eiern und Milch als Zutaten rasch umzusetzen. Dasselbe gilt für verarbeitete Lebensmitteln wie Wurst und Co.“

Steirerinnen und Steirer erwarten sich verpflichtende Kennzeichnung in Großküchen
Rund 500.000 Steirerinnen und Steirer nehmen täglich ihre Mahlzeiten außer Haus ein – insbesondere in Kantinen, klassischen Gastronomie-Betrieben, Mensen, Krankenhäusern, Betreuungseinrichtungen, Schulen oder Kasernen. „Während die Bevölkerung beim Einkauf im Geschäft oder auf den Märkten bewusst heimische Lebensmittel wählen können, bleibt ihr diese Wahlmöglichkeit bei der Außer-Haus-Verpflegung derzeit meist verwehrt. Deshalb ist die transparente Kennzeichnung von Großküchen-Essen mit der ,Gut zu wissen‘-Lupe ein richtungsweisender Weg“, sagt Vizepräsidentin Maria Pein. 79 Prozent der Steirerinnen und Steirer erwarten sich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch und Fleischprodukten, Milch und Milchprodukten sowie von Eiern und Zutaten aus Eiern in Kantinen, Mensen, Gemeinschaftsküchen, aber auch in Restaurants und Gaststätten (GFK, 2018).

Contento Geschäftsführer Emanuel Eisl: Entscheidung durch Information
„Wir informieren transparent über die Herkunft der Lebensmittel und wollen, dass regionale landwirtschaftliche Produzenten noch stärker eingebunden werden und höchste Speisenqualität sichergestellt wird“, ist Contento-Geschäftsführer Emanuel Eisl mit dem Großküchen-Herkunftskennzeichen „Gut zu wissen“ sehr zufrieden. In den drei steirischen Großküchen werden täglich 3.100 Mittag- und Abendessen gekocht, wovon täglich 200 Essensportionen für „Essen auf Rädern“, Kindergärten und andere Pflegeheime in der Steiermark bereitgestellt werden. Eisl zur Herkunftskennzeichnung: „Regionaler Einkauf stand für uns schon immer im Vordergrund. Wir versuchen Fleisch, Gemüse, Molkereiprodukte und Gebäck für all unsere Küchen aus der jeweiligen Region zu beziehen. Die transparente Darstellung und die externen Kontrollen sind für uns wichtige Schritte, unsere Endverbraucherinnen und Endverbraucher dabei zu unterstützen, informierte Entscheidungen über ihre Ernährung zu treffen.“

Regionale Produzenten
Neben der aktuellen „Gut zu Wissen“-Kennzeichnung von Fleisch- und Eiprodukten werden in den genannten Küchen in der Steiermark viele weitere Produkte von regionalen Produzenten bezogen. In den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz werden zum Beispiel der Maisgrieß und das Heidenmehl aus St. Peter am Ottersbach bezogen, die Kartoffel werden von einem Unternehmen in Unterpremstätten geliefert und die Äpfel, Erdbeeren oder Marillen kommen etwa aus Pöllau.

Geschäftsführer Gerd Hartinger, Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz: „Für ältere Menschen hat das Essen einen besonders hohen Stellenwert. Im Sinne der Nachhaltigkeit freut es uns, dass sich unsere Partnerfirma Contento zu Produkten aus der Region entschieden hat.“

Geschäftsführer Hermann Pucher, Klinikum Theresienhof: „Vertrauen ist ein wesentlicher Bestandteil der erfolgreichen Rehabilitation. Nicht nur in die Medizin, Pflege und Therapie, sondern auch in die Küche und Ernährung. Durch die entsprechende Transparenz bekommen unsere Patienten die nötige Sicherheit, dass sich der hohe Qualitätsstandard der Klinik vollständig durch alle Bereiche zieht. Zudem wird die für unsere Gesundheit so wichtige bewusste Ernährung durch die Kennzeichnung noch mehr in den Fokus gerückt."

Transparente Kennzeichnung von Großküchen-Essen durch das Herkunftszeichen „Gut zu wissen“
Eine langjährige Forderung der österreichischen Landwirtschaftskammern ist die verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Essen in Großküchen mit Fleisch und Eiern als Zutaten. Dazu haben die Landwirtschaftskammern das Herkunftszeichen „Gut zu wissen“ für die Speisekarten etabliert. Ist das Essen auf der Großküchen-Speisekarte mit der rot-weiß-roten Lupe versehen, sind die im Essen enthaltenen Zutaten wie Fleisch und Eier aus Österreich. Ist die Lupe blau gefärbt, dann kommen diese Hauptzutaten aus der EU (Kennzeichnungsbeispiele siehe Folder). Österreichweit kennzeichnen bereits 70 Großküchen-Standorte ihre Speisen mit dem „Gut zu wissen“-Herkunftszeichen, die 8,2 Millionen Essensportionen jährlich servieren. Die Großküchen werden von externen akkreditierten Prüfstellen zertifiziert und kontrolliert. Erste zertifizierte steirische „Gut zu wissen“-Großküche ist jene im Bildungshaus Steiermarkhof.

EU-Lebensmittel: Herkunftskennzeichnung Voraussetzung für Markterfolg

Grüne Woche Berlin 2020

(c) Josef Siffert

„Wir brauchen eine transparente Herkunftskennzeichnung als Voraussetzung dafür, dass Konsumentinnen und Konsumenten bewusst nach regionalen Lebensmitteln greifen können. Nur das gibt den qualitätsvollen und nach höchsten Standards produzierten Produkten der europäischen Bäuerinnen und Bauern in Zeiten international offener Märkte als Ergebnis von Handelsabkommen echte Marktchancen“, erklärte LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger vor Medienvertretern im Rahmen der „Grünen Woche 2020“ in Berlin.

Herkunft: Klarheit für Umsetzung nötig

Mit 1. April des Jahres tritt in der EU die sogenannte Primärzutatenverordnung in Kraft. Sie regelt die Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln. Konkret muss die Herkunft der Primärzutat, also jene Zutat, die über 50% des Lebensmittels ausmacht, angeführt werden, wenn der auf der Packung angegebene Herkunftsort oder das Ursprungsland eines Lebensmittels nicht identisch mit der Herkunft der Primärzutat ist. „Wir verlangen nicht nur eine korrekte Umsetzung, sondern wir fordern auch dringend den von der Europäischen Kommission bereits für November 2019 angekündigten Leitfaden über die konkrete Durchführung der Verordnung. Dieser fehlt nach wie vor. Die Betriebe, die davon betroffen sind, brauchen rasch Klarheit“, stellte Moosbrugger fest.

Derzeit gibt es in den sieben EU-Ländern Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Litauen und Finnland eine jeweils von der EU genehmigte Herkunftskennzeichnung für Milch in Milchprodukten und in Frankreich und Finnland auch eine für Fleisch in Fleischerzeugnissen. Diese sieben Länder haben nun an die EU appelliert, die Regelungen zu verlängern. „Bei der Lebensmittelherkunft sollten Klarheit und Transparenz im gesamten Binnenmarkt gelten. Daher wäre es zu überlegen, aus den derzeit sieben Einzelregelungen eine gesamteuropäische Regelung zu machen. Auf diese Weise könnten sich sowohl die Erzeuger als auch die Verbraucher Grenzen-übergreifend auf gleiche Regeln verlassen“, schlug Moosbrugger vor.

 

„LK Tirol - Klarheit am Teller: Herkunftskennzeichnung unumgänglich!“

LK Tirol, 20. Dezember 2019

LK-Präsident Hechenberger fordert, endlich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sowie bei verarbeiteten Produkten im Lebensmittelhandel umzusetzen. Das brächte Vorteile für alle.

Kalbsschnitzel, Tafelspitz, Backhendl und Co. sind österreichische Küchenklassiker. Die verwendeten Zutaten haben aber oft nichts mit „heimischen“ Spezialitäten zu tun. Für Konsumentinnen und Konsumenten ist es unmöglich nachzuvollziehen, woher Eier, Milch und Fleisch kommen. Das gehört geändert – sowohl in Gastronomie und öffentlichen Großküchen als auch im Lebensmittelhandel und der verarbeitenden Industrie.
 

Hechenberger_Die-Fotografen300px.jpgÖsterreich ist ein Player am globalen Markt. Ob die Landwirte wollen oder nicht, konkurrieren sie mit internationalen Agrarriesen, wo Produktionsbedingungen und -kosten keinesfalls mit jenen in Österreich vergleichbar sind.

„Gerade beim Kalbfleisch merken wir derzeit einen enormen Preisdruck. Ohne Herkunftskennzeichnung haben wir da keine Überlebenschance“, zeichnet LK-Präsident Josef Hechenberger ein drastisches Bild. „Bei uns werden die Tiere mit Milch aufgezogen, wachsen langsamer und werden in kleineren Einheiten gehalten. Das kostet. Wenn dann bei der Deklarierung nirgends zu vermerken ist, dass für das Kalbsschnitzel billigeres, ausländisches Fleisch aus Holland oder Polen verwendet wird, werden Konsumenten außen vor gelassen und Kaufentscheidungen weiter nur anhand des Preises getroffen!“, so Hechenberger weiter. Dass auch Gastronomen und Großküchen wirtschaft- lich arbeiten müssen, ist sich Hechenberger bewusst, aber: „Je nach aktuellem Marktpreis reden wir hier von rund 50 Cent Mehrpreis pro Schnitzel!“

Bewusste Ernährung nur durch bewusste Entscheidungen möglich

Immer wieder wird seitens der Medizin zu bewussterer Ernährung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aufgerufen. Gerade der zu häufige Konsum von Fleisch und Wurst wird dabei kritisiert. Auch hier würde die Herkunftskennzeichnung eine Verbesserung bewirken, ist sich LK-Präsident Josef Hechenberger sicher: „Wenn auf den Speisekarten und auf den Verpackungen deklariert werden müsste, woher die einzelnen Zutaten kommen, würde manche Speisenwahl wahrscheinlich anders ausfallen. Auch angesichts der aktuellen Klimathematik sollten wir überdenken, ob es täglich Fleisch sein muss, das tausende Kilometer hinter sich hat! Lieber nur ein-, zweimal die Woche Fleisch, dafür aus heimischer Qualitätsproduktion!“

Vorteile für alle Bereiche

Für den Kammerpräsidenten führt daher kein Weg an einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung vorbei: „Jeder hat ein Recht zu wissen, woher die von ihm konsumierten Lebensmittel kommen. Wenn wir diese Transparenz haben, sehe ich vielfältige Vorteile für alle Beteiligten!“

Kontakt Öffentlichkeitsarbeit:

Mag. Judith Haaser, Tel. +43 5 92 92-1050, judith.haaser@lk-tirol.at


 

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„Konsumenten wollen wissen, was am Teller landet”: Enormes Interesse an Herkunftskennzeichnung

APA defacto, 13. Mai 2019

NÖ Bauernbund sammelte 42.381 Unterschriften für die Kennzeichnung der Lebensmittelherkunft in Großküchen und Kantinen.

St.Pölten (OTS) - Die Herkunft von Lebensmitteln muss erkennbar sein. Das hat die Landwirtschaftskammer Österreich mit Unterstützung des NÖ Bauernbunds eingefordert und vergangenen September die Kampagne „Unser Essen: Gut zu wissen wo’s herkommt“ samt einer groß angelegten Unterschriftenaktion gestartet. Das Interesse der Konsumenten an der Aktion, die sich für mehr Transparenz bei Lebensmitteln sowohl im Supermarkt wie in der Gemeinschaftsverpflegung durch Großküchen einsetzt, ist gewaltig gewesen. Bis jetzt konnten allein in Niederösterreich 42.381 Unterschriften gesammelt werden, die klar beweisen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger eine Verbesserung der Herkunftskennzeichnung wünschen.

„Österreichs Bäuerinnen und Bauern gehören auf der Welt zu den besten ihrer Zunft und um ihre qualitativ hochwertigen Produkte auch für die Konsumenten sichtbar zu machen, ist es wichtig, die Herkunft so eindeutig und erkennbar wie möglich darzustellen“, sagt NÖ Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf. Auch der Spitzenkandidat des NÖ Bauernbunds für die Europawahl, Alex Bernhuber, und die Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger unterstützen die Aktion.

Konsumenten wünschen sich Transparenz

An die 2,5 Millionen Mahlzeiten werden täglich außer Haus konsumiert. Vor allem in Gemeinschaftsküchen, wie etwa in Mensen, an Schulen, in Spitälern oder Kindergärten, wünschen sich die Kundinnen und Kunden immer mehr, über den Ursprung ihrer Mahlzeiten Bescheid zu wissen. Umfragen des ORF und von Marktforschungsunternehmen bestätigen, dass rund 80 Prozent der Befragten über die Herkunft ihrer Lebensmittel informiert sein wollen und eine entsprechende Kennzeichnung begrüßen würden.

Die Kampagne widmet sich einem langjährigen agrarpolitischen Anliegen der Bauernvertretung. „Für unsere kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft ist es eine Überlebensfrage, dass unsere heimischen Produkte von den Konsumenten in den Regalen oder in der Gemeinschaftsverpflegung in Kantinen erkannt und gekauft werden. Das hilft den Bäuerinnen und Bauern, gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz. Wir sind froh, dass wir die verpflichtende Herkunftskennzeichnung im Regierungsprogramm verankern konnten", unterstreicht EU-Kandidat Bernhuber. Mit dem AMA-Gütesiegel sei in den vergangenen Jahren eine hervorragende Basis geschaffen worden, auf der man weiter aufbauen wolle.

Für Wirte weiterhin freiwillig

Für Wirte soll sich auch in Zukunft nichts ändern. Sie können auch weiterhin freiwillig die Herkunft anführen. Dazu gibt es auch jetzt schon in Österreich über 1.300 Gasthäuser und Restaurants mit dem AMA-Gastrosiegel.

Niederösterreich hat in der Kennzeichnung verarbeiteter Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung eine Vorreiterrolle übernommen, ergänzt LH-Stv. Pernkopf. Seit mehr als einem Jahr wird in den Großküchen des Landes NÖ – in Landeskliniken, Landespflegeheimen und vielen weiteren Großküchen – die regionale Herkunft von Fleisch und Eiern sichtbar gemacht. Auch in den nächsten Wochen kann die Initiative weiter online unter www.gutzuwissen.co.at unterstützt werden.

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Die Gut zu Wissen-Lupe fährt Bahn: Transparenter Genuss auf Schiene

Josef Donhauser und seine mittlerweile rund 1.200 Mitarbeiter unterstützen als Österreichs größtes privat geführtes Cateringunternehmen seit März 2015 die „Gut-zu-wissen“-Initiative der Landwirtschaftskammer Österreich, weshalb die Herkunft von Fleisch und Eiern nach Schweizer Vorbild deklariert wird. Konkret werden Fleisch und Eier - wie von der Landwirtschaftskammer Österreich empfohlen - mit einer Gut zu Wissen-Lupe gekennzeichnet. Generell entspricht es der Einkaufspolitik der gesamten DoN-Gruppe - soweit wie nur irgend möglich - auf regionale und saisonale Produkte aus Österreich zu setzen.

Seit April fährt die Lupe in allen ÖBB Fernverkehrszügen mit

DoN hat mit Anfang April 2018 die Bewirtschaftung aller rund 100 ÖBB-Fernverkehrszüge übernommen. Jährlich servieren die Boardservice-Mitarbeiter rund 1,3 Millionen Portionen Essen, vom Sandwich über das Frühstück bis zur warmen Hauptspeise. Für die Servicierung der ÖBB-Fahrgäste wurde das Konzept „Easy Austrian Dining“ mit dem Versprechen „frisch & günstig“ sowie „schnell & smart“ im Service entwickelt. DoN setzt dabei gemäß den Wünschen von rund 4.000 befragten ÖBB-Fahrgästen auf eine saisonale Menükarte, die vierteljährlich wechselt. Das hochwertige, aber dennoch leistbare Angebot aus kalten Snacks und warmen österreichischen Schmankerln enthält auch ein vegetarisches und veganes Speisenangebot.

„Selbstverständlich setzen wir auch im Zugcatering auf volle Transparenz und kennzeichnen die Herkunft von Fleisch und Eiern. Wir haben in unseren Mitarbeiterrestaurants dabei beste Erfahrungen gemacht, denn die Gäste schätzen die ehrliche Kennzeichnung sehr. Man könnte auch sagen, dass die Lupe sehr viel zur Zufriedenheit unserer Gäste beiträgt. Logisch, dass wir sie nun auch in unserer ÖBB-Menükarte einsetzen“, erzählt DoN-Eigentümer Josef Donhauser. 

 

Gut zu Wissen-Lupe fährt Bahn

10 Jahre "Wir tragen Niederösterreich"

Mittwoch, 10. Jänner 2018 - 10 Jahre ist es mittlerweile her, dass die Initiative „Wir tragen Niederösterreich“ ins Leben gerufen wurde. Seit dem schafft sie immer wieder wertvolle Verbindungen zwischen Tracht, Bräuchen, Handwerk und Kulinarik. Die Förderung von regionalen Kulturvermittlungsangeboten und die Vertiefung des Vertrauens der Menschen in die regionale Landwirtschaft, Wirtschaft und Kultur war  und ist den Verantwortlichen stets ein wichtiges Anliegen. So wird bei künftigen Veranstaltungen im Rahmen der Initiative „Wir tragen Niederösterreich“ vor allem der Herkunft ein bedeutsamer Platz eingeräumt. Bei Lebensmitteln, Produkten und Werkstücken soll die niederösterreichische Herkunft noch besser erkennbar gemacht werden, um die herausragenden Qualitäten niederösterreichischer Produkte auf den ersten Blick sichtbar zu machen.

Download: Wir tragen Niederösterreich (PDF 320 KB)

Klare Kennzeichnung nützt Konsumenten und Bauern

Hermann Schultes im GesprächLaut einer Studie des GfK-Instituts wollen rund 70% aller Befragten eine Herkunftsbezeichnung in Kantinen & Co.

Im Handel gibt es bereits EU-weit verpflichtende Herkunftsangaben für Wein, Honig, Obst und Gemüse, Frischfleisch, Fisch, Eier und Bio. Transparenz macht die Entscheidung leicht. In der Gemeinschaftsverpflegung, also in Schulen, Kantinen, Krankenhäusern oder Seniorenheimen, ist jedoch oft nicht klar, woher beispielsweise Fleisch oder Eier stammen, die serviert werden. Die Bundesregierung hat daher für diese beiden Bereiche im Regierungsprogramm eine Kennzeichnungspflicht vorgesehen. Diese gilt es nun rasch umzusetzen.

"Der Wunsch nach mehr Transparenz bedeutet, dass Gäste oder Kunden die Chance erhalten, beim Kauf ganz bewusst zu wählen. Dazu ist es aber notwendig, diese Wahl zu ermöglichen. Unbedingte Voraussetzung dafür ist eine klare Kennzeichnung“, erklärte Schultes.

Als Beispiel für die Herkunftskennzeichnung könne die „Gut zu wissen“-Initiative der LK Österreich dienen, an der österreichweit zahlreiche Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung freiwillig teilnehmen.

Download: Presseaussendung Transparenz (PDF 40 KB)

Bilder zur Veranstaltung LK-Klartext kompakt finden Sie in der Bildergallerie

Video: “Österreicher wollen wissen, was am Teller landet”: LK fordert Kennzeichnung in Gemeinschaftsküchen

 

Mit Wissenschaft Lebensmittel-Herkunft nachweisbar machen

„Die Besten am Markt werden gerne billig kopiert, das sieht man Jahr für Jahr an Tonnen von gefälschten Uhren, Taschen, T-Shirts, Handys oder Medikamenten, die publikumswirksam zerstört werden. Wir wissen, dass unsere Landwirtschaft in der Oberliga spielt, was Lebensmittelqualität angeht. Wir brauchen und wollen keine Nachahmer, die mit unserem guten Namen, aber minderer Qualität ihre Geschäfte machen. Daher arbeiten wir auch eng mit der Wissenschaft zusammen, um Herkunft beweisbar zu machen. Die neuen Methoden, wie Isotopenanalyse und Foodprofiling, sind dabei geeignete Instrumente, die Lebensmittel-Herkunft wissenschaftlich abzusichern. Wir verlangen aus diesem Grund einen weiteren Ausbau von Forschung und praktischer Anwendung“, forderte LK Österreich-Präsident Hermann Schultes im Rahmen der Klartext-kompakt-Veranstaltung „Herkunft absichern“ am 30.10.2017.

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Hier finden Sie den Link zur Fotogalerie.

 

Klartext kompakt

Bild: Univ.Prof. Dr. Thomas Prohaska, BOKU, Dr. Franz Siegfried Wagner, Institut Dr. Wagner Lebensmittelanalytik, Martin Greßl, AMA Marketing, Hermann Schultes, Präsident LK Österreich, Elfriede Schaffer, LK NÖ und Christian Jochum, LK Österreich. © APA_Martin Hörmandinger

Nur Transparenz schafft Sicherheit

Hermann SchultesDer Fipronil-Skandal bei belgischen und deutschen Eiern bestätigt unsere Forderung nach Herkunfts­kennzeichnung bei Fleisch und Eiern in der Außer-Haus-Verpflegung. Das ist nämlich nicht nur ein Wunsch der Konsumenten, wie eine ORF-Umfrage zeigt, es gilt auch, die Ehrlichen vor den Täuschern und Trittbrettfahrern zu schützen.

Die überwiegende Mehrheit der Landwirte und Gastronomen, die anständig und ehrlich arbeitet, muss vor jenen geschützt werden, die schwindeln und als Trittbrett­fahrer ausschließlich von der ehrlichen Leistung und dem guten Image der anderen profitieren.

Daher ist es an der Zeit, unsere Rückverfolgbarkeitssysteme auf Herz und Nieren zu durch­leuchten, ob sie imstande sind, derartigen unseriösen Praktiken einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Wir müssen nämlich die Trittbrettfahrer abschütteln. Eine Herkunfts­kennzeichnung, wie sie die LK Österreich mit „Gut zu wissen“ vorschlägt, macht das möglich.

Hermann Schultes
ehemaliger Präsident LK Österreich