MOOSBRUGGER: KEINE KÄFIGEIER - 100 MILLIONEN EURO FÜR MEHR TIERWOHL INVESTIERT

Aber: Nach wie vor Eier aus Käfighaltung importiert – Kennzeichnung notwendig

„Unsere Landwirte haben in den letzten zehn Jahren mehr als 100 Millionen Euro investiert, damit die Legehennen-Käfighaltung aus Österreich komplett verschwindet. Der erste und größte Schritt zu mehr Tierwohl wurde bereits 2009 gesetzt. Damals wurden die herkömmlichen Käfige abgeschafft. Spätestens Ende 2019 wird keine einzige Legehenne mehr im Käfig gehalten, auch nicht in den wenigen verbliebenen ausgestalteten Käfigen. Dabei gilt unser Dank auch den Konsumenten, die sich im Einkauf ganz klar für Eier aus Österreich entscheiden.(...)", erklärte LK Österreich Präsident Josef Moosbrugger.

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Unser Essen: Wo's herkommt!

Gut zu wissen!

Immer mehr Menschen legen Wert auf bewusste Ernährung. Wenn Sie im Lebensmittelhandel gezielt nach Qualität suchen, so weist Ihnen das AMA-Gütesiegel den Weg. Woher das Fleisch kommt oder aus welchem Land bzw. welcher Haltungsform die Eier stammen, können Sie auf der Verpackung lesen. In der Außer-Haus-Verpflegung – wie zum Beispiel in Kindergärten, Schulen, Mensen, Betriebskantinen, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kasernen und beim Catering – ist die Herkunft oft nicht nachvollziehbar, da (noch) keine Kennzeichnungspflicht besteht. Über 86 % der Befragten einer ORF-Abstimmung wollen wissen, aus welchem Land die Lebensmittel auf ihrem Teller kommen. Transparenz und Klarheit schaffen Vertrauen. Wir wollen mit „Gut zu wissen“ den Konsumentinnen und Konsumenten die Wahlfreiheit ("informed choice") geben und damit Sicherheit schaffen.

Wo's herkommt!

Gut zu wissen, ich mach mit!

Josef Hechenberger

LK-Präsident und Milchbauer, Tirol

„Nachhaltiges Wirtschaften, die Einhaltung strenger Tierwohl- und Naturschutzbestimmungen und vieles mehr erwarten die Konsumenten von unserer Landwirtschaft und sie vertrauen zugleich auf die hohe Qualität der erzeugten Produkte - was natürlich höhere Produktionskosten mit sich bringt. Damit diese höheren Preise der heimischen Lebensmittel gegenüber vielfach unter schlechteren Standards produzierten Produkten aus dem Ausland gerechtfertigt werden können, braucht es Transparenz über die Herkunft, was auch zunehmend von den kritischen Konsumenten eingefordert wird.

Julia Lettenbichler

Angestellte, Tirol

„Regionale Produkte sind auch in einer globalisierten Welt kein Rückschritt. Wer regionale Produkte kauft und isst, der unterstützt unsere Landwirtschaft, minimiert Verkehr und steht für Tierwohl ein. Gerade im Tourismus ist hier noch viel Luft nach oben und ein Zusammenwirken von Landwirtschaft und Wirtschaft ist auf Dauer eine starke Kombiniation, die sich gegenseitig stützt. Regionale Produkte auf dem Speiseteller in einem Gasthaus/Hotel sind von Vorteil, Qualität statt Quantität, und ich will wissen, was ich esse.“

Joe Kranawetter

Unternehmer und Landwirt, Niederösterreich

„Lebensmittel sollen eindeutig erkennbar sein und in ihrer Herkunft eindeutig. Kreuzungen von Rassen sind ebenso anzuführen, wie die Produktion von tierischen Produkten in anderen Ländern als dem Land der Abstammung. Hier ist auch das Agrarmarkt Marketing Service gefordert, das in der Vermarktung abzubilden, was der Kunde kaufen kann. Ein durchzogenes Schweinernes wird nicht im Einzelhandel zu finden sein, darum bitte auch nicht in der Vermarktung abbilden und Mittäter werden.“

Helga Brunschmid

LK-Vizepräsidentin und Bäuerin, Tirol

„Höchste geforderte Standards einerseits, möglichst billiger Preis andererseits: Beim Thema Lebensmittel bewegen sich viele Konsumenten zwischen diesen zwei Kaufargumenten. In öffentlichen Großküchen oder auch in der Gastronomie habe ich aber oft nicht die Möglichkeit, zu erkennen, woher die Zutaten für das Gericht auf dem Teller stammen und wie sie produziert wurden. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung würde hier mehr Transparenz schaffen und zugleich die kleinstrukturierten heimischen Landwirtschaftsbetriebe unterstützen, die bei internationalem Preisdruck sonst auf der Strecke bleiben.“